Red.File

marxistische Kritik:


Aus der Sozialistischen Zeitung (SoZ-Online):
02/2012

Karl Marx und das Finanzwesen
-Vom fiktiven Kapital und dem Fetischismus des Geldes

von François Chesnais


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Aus "Linksnet - für linke Politik und Wissenschaft":

Islamophobie und Rechtspopulismus
Dagmar Schatz in inamo (09.01.2012)

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Die NATO und das Feindbild Islam
Werner Ruf in inamo (09.01.2012)

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Aus LINKSNET.DE:

Für marx21!
-Neues aus dem Linkenstadl
Kolja Möller in prager frühling (23.10.2011)

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Aus den "Blättern für deutsche und internationale Politik"


August 2011:
Die Linkspartei: Ideologie oder Politik
von André Brie

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Linksnationalismus: Das widerlichste Krebsgeschwür des Sozialismus seit dem Stalinismus


Es ist schon bedauerlich, wer alles sich als "links" bezeichnen darf, bzw, wer dazu gerechnet wird: Hugo Chavez ist sicherlich eine Leistung positiv anzurechnen: Er hat dafür gesorgt, dass die Ressourcen Venezuelas im eigenen Land bleiben, anstatt von multinationalen Konzernen im Ausland ausgebeutet zu werden.

Ist das aber als "links" oder gar "sozialistisch" zu bezeichnen?

Wenn es zum Aufbau einer fortschrittlichen Gesellschaft beitrüge schon, letzlich geht es aber vor allen Dingen um den Erhalt der Macht für einen Egomanen mit hochneurotischen Zügen, der ja ach so fortschrittlich ist, dass der Diktator Ahmadinedschad ihn "seinen Freund" nennen darf.

Seine Äußerung gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel [Link zum Artikel der Süddeutschen] ist nicht nur vor diesem Hintergrund alles andere als "historisch korrekt" sondern schlicht und ergreifend Blödsinn.

Man kann Bundeskanzlerin Merkel ihre verfehlte, weil neoliberale Politik vorwerfen, sie in die Nähe von Hitler über ihre Parteizugehörigkeit zu stellen, ist unverschämt, billig und primitiv.

Im Gegensatz zu Frau Wagenknecht [Link zum Artikel der Süddeutschen], distanziert sich die Red.File - Redaktion in aller Schärfe von dieser Äußerung und bringt dafür auch nicht das geringste Verständnis auf.

Es ist auch schizophren, als Mitglied der Partei DIE LINKE, deren Genossinnen und Genossen sich in der Regel völlig zurecht davor verwahren, mit der poststalinistischen SED in einen Topf geworfen zu werden, jemand anderen in ähnlicher Analogie über die Entstehungsgeschichte der Partei, der er bzw. sie angehört, mit dem gleichen Dreck zu bewerfen oder zumindest Verständnis für so etwas aufzubringen.

Das ist unmarxistisch und unsozialistisch, weil es über die Eigenschaft des betreffenden Menschen und sein Handeln nichts aussagt, sondern lediglich historische Halbwahrheiten zurechtbiegt, um einen billigen Effekt zu erzielen.
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12.01.2011

Zur „Wege-zum-Kommunismus-Debatte“ in DER LINKEN


Roadmap zur wahren Lehre: Die Chimäre und das Eigentor der Gesine L.

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Originalartikel von Gesine Lötzsch in der JUNGEN WELT

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28. Januar 2011: Aus dem RSS-Feed der Mitgliederzeitung DISPUT der Partei DIE LINKE:


Das »K-Wort«
Feuilleton

Von Jens Jansen


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K-Debatte in DER LINKEN -
Zum aktuellen Artikel in der "Jungen Welt"
:


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Kommentar (von Red.File, 17.01.2011): Bei allen historischen, politischen und philosophischen Überlegungen, sollte eines nicht vergessen werden: das Gefühl für die politischen Proportionen! Denn:

1.Kann ich mich nicht daran erinnern, dass wir und unsere Partei zur Vorweihnachtszeit, zu den Feiertagen oder auch zum Jahreswechsel einer antikommunistischen Medienkampagne ausgesetzt gewesen wären, im Gegenteil: die Presse hat schwarz-gelb und vor allen Dingen der FDP reichlich Möglichkeiten gegeben, sich kräftig zu blamieren, letztere hat
diese Gelegenheit auch ausgiebig wahrgenommen. Das hingegen, was an Niedertracht und Schrulligkeiten besonders über den Bayern LV der Partei DIE LINKE in der Presse stand,
wurde größtenteils nicht von den Journalisten erfunden, sondern fällt unter das Urheberrecht einiger unserer Genossinnen und Genossen.

2.Wer sind unsere Wähler und was interessiert die? Die alte PDS hat bei den Bundestagswahlen 1990 mal mit 2.3% der Stimmen angefangen ist dann zu ihrem Hoch im Jahre 1998 von kanpp 5% gekommen und flog dann 2002 mit 4.3% der Stimmen aus dem Bundestag.

Ich wage zu behaupten, dass bei diesen knapp 5% der Wählerschaft der alten PDS das Thema "Weg-zum-Kommunismus" wahrscheinlich überwiegend nicht als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung stand, vielleicht auch nicht als zweitwichtigster. Sonst hätten die ja auch die DKP reanimieren und wählen können.

Als es zum Jahr 2005 zur Gründung der WASG kam und absehbar wurde, dass die beiden Parteien gemeinsam antreten  würden, quittierten die Wählerinnen und Wähler das mit einem Bundestagswahlergebnis von 8%.

Politische Inhalte waren meiner Erinnerung nach die Gegnerschaft zum Krieg, zur HARTZ IV-Gesetzgebung und zentrale Forderungen zur Arbeitnehmerpolitik. An kommunistische Sehnsüchte kann ich mich auch gerade als ich in Erlangen zu der frisch gegründeten WASG beigetreten bin, eigentlich nicht erinnern..

Will heißen:Mit der K-Debatte können vielleicht 1%, bestenfalls 2% unserer Wählerinnen und Wähler etwas anfangen, was noch lange nicht heißt, dass sie die jetzige K-Debatte in ihrer Zwerg-Nase Form als positiv empfinden oder akut nach Wegen zum Kommunismus suchen wollen.

Für die restlichen 9 - 10%, besonders aus der Sicht derjenigen Genossinnen und Genossen, die die WASG gegründet oder zumindestens gewählt haben, und die den Kragen von der jetzigen nutzlosen und völlig verunglückten K-Debatte voll haben, stellt sich z.B. aus dem Blickwinkel des Erlanger KV m.E. die folgende Frage in den Vordergrund:
 
A. Wir haben vor dem großen Schnee etwas zum Bürgerhaushalt im Rahmen der Kampagne der Bundestagsfraktion "Demokrati-sierung der Demokratie" gemacht.

B. Wir haben zusammen mit Harald Weinberg in der Region eine Gesundheitskampagne unter dem Markennamen "solidarische Bürgerversicherung" angeschoben, eine entsprechende Landes-arbeitsgemeinschaft wurde ebenfalls gegründet.

C. Wir haben im politischen Dipol Gewerkschaften - Sozial-initiativen / Sozialforen eine Sozialstaatskampagne mitgestaltet, die sich vor dem Hintergrund der Kapitalismus-Krise mit den Punkten
 
1.Gegen das unsoziale Sparprogramm der Bundesregierung - wir zahlen nicht für Eure Krise!!!

2.Gute Arbeit - gegen Leiharbeit und Billiglohn

3.Gegen HARTZ IV

4.Erhalt und Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge - gegen Privatisierung

5.Gegen die Rente mit 67

6.Sozialversicherung für alle. Gegen Privatversicherungen in der
Grundversorgung.

befasst hat.

Ich stelle daher nicht die K-Frage sondern die WW-Frage für Erlangen und anderswo in den Vordergrund: Wie weiter damit?!

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Aus scharf-links.de:"Crossover-Welle in Postmodernien – Auch der Reformismus erfindet sich immer wieder neu"

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Heiliger Marx, schmeiß Hirn vom Himmel!

(D.St., 16.02.2008)

Unter folgendem Link steht ein Artikel der Süddeutschen Zeitung, es gibt in anderen Presseorganen sicherlich Vergleichbares.


http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-stasi-aeusserungen-linke-wirft-alt-kommunistin-aus-fraktion-1.259516
 


Ich distanziere mich, gerade weil ich es mit dem Marxismus als Methode der Gesellschaftsanalyse (nicht als Idiotie, pardon: Ideologie) sehr ernst nehme, auf das Allerschärfste von jeder Verherrlichung des Stalinismus. Wes Geistes Kind muss man eigentlich sein, solche Äußerungen zu machen ? Wie wenig darf man von der Geschichte begriffen haben, um so etwas überhaupt über die Lippen zu bekommen ? Meines Erachtens haben wir schon jetzt, allerdings vom Westen ausgehend, viel zu viel "Stasi".


Der Mauerbau läßt sich sicherlich als Folge des US-amerikanischen Marshallplanes darstellen (das mit dem "antifaschistischen Schutzwall" ist meiner Meinung nach ohnehin absoluter Käse gewesen), Frage ist nur, ob der sich dadurch politisch und moralisch rechtfertigen läßt.Ich sage klar und deutlich: Nein! Das Problem der DDR waren weniger eindringende Westdeutsche, sondern Flüchtlinge. Deshalb waren die Selbstschußanlagen ja wohl auch nach innen gerichtet. Warum hat sich die Staatsregierung nie gefragt, oder das sogar in eine öffentliche Debatte getragen, warum so viele Menschen die DDR verlassen wollen?


Ist es eigentlich möglich, an der Pforte zum niedersächsischen Landtag sein Gehirn abzugeben, und dieses dann dort zu vergessen? Wenn ja: Wieviele liegen da schon herum?


Nach meiner Geschichtsauffassung wurden die Ideale der Oktoberrevolution schon seit den 1930-er Jahren aufgegeben, sowohl seitens der KPdSU als auch seitens der KPD als diese einen nationalistischen, staatssozialistischen Kurs einschlugen bzw. propagierten und die sog. "Diktatur des Proletariats", die nach Marx nur als ein Übergangsstadium gedacht ist, von dem ausgehend der Staat sich dann selbst überlflüssig machen soll, als festes Gesellschafts- und Staatsmodell installierten (Vgl. z.B. Wilhelm Reich, Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer-Verlag)


Das ist nicht marxistisch, erst recht nicht sozialistisch oder kommunistisch - das ist nationalistisch motivierter Stalinismus.


Ich will nicht in Abrede stellen, dass es in der DDR viele Menschen gegeben hat, die für sozialistische und demokratische Ziele gekämpft (für mich gibt es ohne Demokratie keinen Sozialismus) und in der Weiterentwicklung der DDR die Möglichkeit schlechthin gesehen haben, in Deutschland dauerhaft gesellschaftlichen Fortschritt, Humanismus und Demokratie zu verwirklichen, um den Faschismus für alle Zukunft zu verbannen. Letztenendes hat aber die Obrigkeit dort so lange mit ihrem Staatsmodell weitergemacht, bis Gorbatschow den Stöpsel herausgezogen hat. Zuvor haben sie nie irgeneine Form von Selbstzweifel oder gar -kritik erkennen lassen, geschweige denn die öffentliche Debatte darüber geführt. Das war genau die Verlängerung der Polltik von KPdSU

und KPD der 30er Jahre.


Auf der anderen Seite hatte die DDR von Anfang an die Schwierigkeit, unter dem Besatzungsstatut eines Landes zu stehen, deren Rechtsvorgänger (nämlich das faschistische Deutsche Reich) dieses mit Krieg und Verbrechen überzogen und ihm schwerste Schäden zugefügt hat. Die DDR musste auch Reparationsleistungen erbringen, die um ein Vielfaches höher gewesen sind als vergleichbare Leistungen der Bundesrepublik.


Die Faschisten sind nun einmal in Stalingrad und nicht in Washington einmarschiert. Wäre es ihnen gelungen, US-amerikanisches Terrain zu besetzen, hätten die USA wahrscheinlich nicht den westdeutschen Wirtschaftsaufschwung der 50/60-er Jahre finanziert (Marshall-Plan), sondern wir wären zu einem minderentwickeltem Agrarland umfunktioniert worden, gemäß dem Morgenthau-Plan. Dazu paßt, daß die westlichen Besatzungsmächte Frankreich und Großbritannien, in welches die deutschen Faschisten einmarschiert sind bzw. deren Hauptstadt London sie bombardiert haben, zu Deutschland eine wesentlich restriktivere Einstellung hatten und sich erst später an der Politik der USA orientierten (==> Bizone ==> Trizone).


So gesehen waren die Startbedingungen der Bundesrepublik von vornherein wesentlich besser als diejenigen der DDR. Vergleiche der beiden Wirtschaftssysteme hinken daher auf jeden Fall. Unter vergleichbaren Bedingungen, wie sie die DDR zu ertragen hatte, wäre die Entwickung der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Stand des Postfaschismus der 50er Jahre geblieben. Westdeutsche Arroganz gegenüber der DDR ist also absolut unangebracht und selbstherrlich. Verbrechen des Stalinismus sind aber ebenso wie die Verbrechen des Faschismus auf keine Weise relativierbar.